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Die Spinne
lehrt uns die Balance zwischen Vergangenheit und
Zukunft, zwischen Physischem und Spirituellem,
zwischen Männlichem und Weiblichem. Sie lehrt uns,
das alles, was wir heute tun, in das eingewoben
wird, was wir in der Zukunft erleben.
Die Spinne weckt
auch kreative Sensibilität, da sie ein feines und
komplexes Netz webt, das uns an den subtilen
Einfluss der Vergangenheit auf die Zukunft erinnert.
Ihr Gewebe ist oft spiralförmig und das ist die
geometrische Form der kreativen Entwicklung. Wenn
sie in der Mitte ihres Netzes sitzt, so ist das ein
Hinweis darauf, das auch wir im Zentrum unserer
Weltsitzen sollten. Dafür haben die alten
Mysterienschulen eine Maxime, die über ihren
Portalen geschrieben stand: „ Erkenne dich selbst
und du wirst das Universum erkennen!“
Die Spinne zeigt
uns, das die Welt rings um uns gesponnen wird, und
das wir es sind, die unser eignes Schicksal
schreiben. Auf Grund ihrer Merkmale wurde die Spinne
in der Mythologie mit drei Arten der Magie
assoziiert: Die erste Energie der Schöpfung, dort
symbolisiert sie schöpferische Kraft. Zweitens geht
es auch um die Selbstbehauptung dieser kreativen
Kraft, also darum, die weibliche Energie stark und
lebendig zu halten. Dazu gehört die Eigenschaft der
schwarzen Spinne, bei der das Weibchen das Männchen
nach der Paarung auffrisst. Das dritte magische
Element bezieht sich auf ihre Spiralenergie, die
Vergangenheit und Zukunft verbindet.
Menschen mit
diesem Krafttier sollten über den Mittelpunkt der
Spirale nachdenken: Gehen Sie auf ein zentrales Ziel
zu oder verzetteln Sie sich, indem Sie in zu viele
verschiedene Richtungen streben? Ist Ihr Leben
fokusiert? Oder sind Sie von sich selbst oder einem
Thema vollkommen besessen? Konzentrieren Sie sich
auf die Leistungen der anderen, anstatt auf ihre
eigenen? Entwickeln Sie deshalb eine Animosität –
gegen sich oder diese anderen Menschen? Die Spinne
ist die Hüterin der alten Sprachen und Alphabete.
Jede Gesellschaft hat ihre Mythen über die
Entstehungsweise ihres Alphabetes. Die Entstehung
der geometrischen Formen und Winkel im Spinnennetz
galt oftmals als das erste Alphabet und deshalb
wurde die Spinne auch als Lehrerin von Sprache und
Schrift betrachtet. Menschen die durch das
geschriebene Wort Magie „weben“, haben
wahrscheinlich die Spinne als Krafttier. Sie wurde
auch deshalb mit Tod und Wiedergeburt assoziiert,
weil manche Spinnenmännchen nach der Paarung von den
Weibchen gefressen werden.
Weil sie immer neue Netze webt, wurde sie auch zum
Mondsymbol.
Spinnen bewegen sich meist in der Dunkelheit und
verstecken sich in unzugänglichen Zonen. Fürchten
Sie sich also nicht, Ihre Kreativität in scheinbar
unzugänglichen Winkeln zu betätigen, weben sie ihre
kreativen Fäden im Dunkeln, wenn die Sonne darauf
scheint, werden sie in komplexer Schönheit
schimmern.
Wenn die Spinne in Ihr Leben getreten ist, sollten
Sie sich einige Fragen stellen: Weben Sie Ihre
Träume nicht in der Wirklichkeit? Verwenden Sie Ihre
schöpferischen Möglichkeiten nicht? Fühlen Sie sich
eingeschlossen, so als ob Sie in einem Netz stecken
würden? Sollten Sie mehr Aufmerksamkeit auf Ihre
Balance und das Ziel Ihres Lebensweges richten? Sind
andere Menschen in Ihrer Umgebung aus der Balance
geraten? Sollten Sie schreiben? Haben Sie
Inspirationen zu schriftlichen oder zeichnerischem
Ausdruck, die sie nicht verwirklichen? Die Spinne
lehrt uns, die geschriebene Sprache mit Kraft und
Kreativität einzusetzen, damit unsere Worte ein
Gewebe um die Menschen bilden, die sie lesen.
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