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Der Elch ist eines
der ältesten und eigenwilligsten Krafttiere. Wenn
also ein Elch in Erscheinung trat, so war dies ein
Geschenk des Schöpfungsraben. Menschen, die sich mit
dem Elch vertraut machen, erleben die Offenbarung
einer einzigartigen und heiligen Energie.
Der Elch ist ein widersprüchliches Tier: Er ist
merkwürdig und dennoch majestätisch, er scheint
tollpatschig und verfügt dennoch über eine ungeheure
Anmut. Er macht uns lächeln, aber lässt uns auch den
Atem anhalten. Menschen mit dem Elch als Krafttier
werden erleben, das sie auch in anderen solch
widersprüchliche Gefühle auslösen.
Das ihr Äußeres so
wenig gewinnend ist, täuscht. Aufgrund dieser
Täuschung aber können sie sich behaupten. Ferner
verfügen sie auch über eine ausgeprägte
Tiefenwahrnehmung und können somit die Gangbarkeit
einer Gegend einschätzen. Oft wird der Elch mit
weiblichen und mütterlichen Energien der Welt
assoziiert und Menschen können diese Kräfte in sich
stärken.
Der Grund dafür liegt in der Verwandtschaft des
Elches mit dem Wasser. Wasser ist das Ursymbol der
weiblichen Kräfte im Universum und steht für
Kreativität und Intuition.
Elche verfügen auch
über einen hochentwickelten Geruchssinn und ein
scharfes Gehör. Die metaphysische Entsprechung des
Geruchssinnes sind Idealismus und spirituelle
Entscheidungskraft. Dem scharfen Gehör entspricht
beim Menschen die Fähigkeit der Hellhörigkeit und
des spirituellen Verständnisses. Wenn ein Elch als
Krafttier in Erscheinung tritt, so sollte die Person
mehr auf Ihre innere Stimme und Ihren übersinnlichen
Geruchssinn achten. Schmecken oder klingen manche
Dinge richtig, auch wenn man nicht so recht weiß,
warum? Diesen Gefühlen sollte man vertrauen, sie
werden sich nur zu bald als richtig erweisen.
Elchkälber werden mit
offenen Augen geboren und das trifft auch auf
Menschen zu die mit dem Elch als Krafttier arbeiten:
Ihre Augen waren bereits geöffnet, als sie zur Welt
kamen. Oft werden solche Personen mutlos, wenn sie
sich durch esoterische Übungen genötigt fühlen, ihre
intuitiven Fähigkeiten zu entwickeln. Sie sollten
wissen, das ihr inneres licht bereits leuchtet, so
das sie also gar keine Erleuchtung brauchen. Wenn
sie die Elchkraft in sich zur Reife bringen wollen,
so sollten sie einfach auf das vertrauen, was sie so
oft für bloße Phantasie halten.
Wenn ein Elchkalb den ersten Monat übersteht, so
wird es meist auch das Erwachsenenalter erreichen.
Das trifft auch auf Elch-Menschen zu, die oftmals
ihre schwierigste und traumatischste Phase während
der Kindheit erleben. Wenn sie es überstehen, so
bedeutet das, dass sie sich aus der schöpferischen
Kraft des weiblichen Wassers nähren, stärken und
erhalten können. Die stärksten Körperteile des
Elches sind seine Klauen, die so scharf schneiden
können wie ein Messer, und sein Geweih, das zur
Zierde wie auch der Verteidigung dient. Kopf und
Füße sind die beiden Körperteile die bei Mensch und
Elch am empfindlichsten sind. Deshalb ist es für
solche Menschen wichtig, Stress loszulassen, indem
sie sich an den Füssen, am Kopf und Hals sowie auch
am oberen rücken massieren lassen. Vielleicht hilft
Ihnen auch kraniosakrale Arbeit – das wurde jedoch
noch nicht untersucht.
Der Elch ist ein Pflanzenfresser und Elch-Menschen
sollten darauf achten, das ein großer Teil ihres
Speiseplanes vegetarisch ist, auch wenn sie gerade
kein Vegetarier werden wollen. Ihr Körper wird eher
auf Kräuter als auf traditionelle chemische Medizin
reagieren.
Am auffallendsten an
den Elchen ist das Geweih. Es ist größer als das
aller anderer Horntiere. Geweihe sind seit alters
her Antennen, die eine Verbindung mit dem
Übersinnlichen herstellen, oder Kronen, welche die
oberen Chakren des Kopfes aktivieren. Nur männliche
Elche tragen Geweihe. Das zeigt vielleicht, das
Männer sich noch mehr auf ihre intuitiven Regungen
einstellen sollten. Wenn Elche das Geweih reiben, um
die samtige Oberfläche zu entfernen, so ist dies
bedeutsam und verweist auf die Notwendigkeit, den
kopf zu massieren, um die Vergangenheit loszulassen.
Denn das Geweih der Elche wird jedes Jahr
abgeworfen.
Der Elch symbolisiert auch sexuelle Energie, die ja
die physische Widerspiegelung der ursprünglichen
Schöpfungsenergien ist. Die Kraftzeit der Elche
liegt im Herbst. Die Jagdsaison ist vorüber, die
Paarung ist beendet und ein neuer Zyklus kann
beginnen. Menschen mit dem Elch als Krafttier
erleben den Herbst als Höhepunkt des Jahres. Der
Geruch trockener Blätter, das Rascheln was man hört
wenn man auf sie tritt, berührt einen tiefen Kern in
uns und regt die Lebenskräfte an. Deshalb wird der
Elch mit Allerheiligen, Allerseelen, mit
Ernteritualen und ähnlichen Festen in dieser Zeit
assoziiert.
Wenn ein Elch im Traum erscheint, so verweist dies
auf ein langes und gutes Leben. Er überlebt durch
seine Intuition und Steuerfähigkeit, sowie auch
durch seine hochentwickelten Sinnesorgane. |